Kepler-Quartier, Mannheim

Projekt Fassade Bürohaus Reichskanzler-Müller-Str. 12-14
Bauherr DIRINGER & SCHEIDEL Unternehmensgruppe
Architekt Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH
Baujahr 2018
Fassadensystem SCHRAG|corpo
Material Aluminium
Details 800m² SCHRAG|corpo Fassadenelemente, eloxiert in E6/C0 und  pulverbeschichtet in RAL 9004 (signalschwarz) , t=3.00m, teilweise gerundet, verdeckt befestigt, geplant, gefertigt und geliefert im Auftrag der HRG Cladding GmbH, Siegen

Fotos: Frauke Schumann

Dass sich mitunter sehr, sehr unterschiedliche „Welten“ innerhalb eines kleinen Kosmos´ zusammenfinden, ist eher selten, aber ein gutes Beispiel dafür ist das Kepler-Quartier in Mannheim.

Das Areal eines ehemaligen Postgebäudes in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof stand zur Bebauung und die Idee, hier ein gemischt genutztes innerstädtisches Quartier zu schaffen, lag damit natürlich nahe.

Mit einem Mix aus herkömmlichem Wohnen, einem kleinen Teil Studentenappartements, größeren Büroflächen auf der Heinrich-von-Stephan- sowie Reichskanzler-Müller-Straße und schließlich dem etwas solitär wirkendem 4-Sterne-Hotel Hilton Garden Inn werden verschiedene Bedürfnisse gedeckt: Übernachten, Arbeiten und Wohnen. Dabei wird die Wohnbebauung durch zwei begrünte Innenhöfe, die vom Lärm der Umgebung abschirmen, aufgewertet.

Der Komplex wurde aus wertigen Materialien errichtet und zeigt so seinen architektonischen Anspruch. Ein besonderer Blickfang ist in jedem Fall das alte steinerne Postportal aus dem Jahr 1870, das als augenfälliger Hotelzugang integriert wurde.

Studenten, die hier eine Bleibe auf Zeit gefunden haben, können mit dem Fahrrad bis zur Universität gelangen oder auch zu Fuß, denn der Weg ist nicht weit.

Namensgebend für das Quartier ist die Keplerstraße, die zunächst als Baustellenzufahrt genutzt wurde und nun als Stichstraße zur sechsspurigen Reichskanzler-Müller-Straße führt.

Im 17. Jahrhundert als „Planstadt“ zur damaligen Zitadelle Friedrichsburg konzipiert war die Stadt von Anfang an militärisch ausgerichtet und klar geometrisch strukturiert; „Quadratestadt“ wurde zum geläufigen Beinamen und charakterisierte die geometrische Einteilung der Bebauung in rechteckige, rhombische oder auch trapezförmige „Quadrate“, also Häuserblocks. Diese Form der Flächennutzung setzte sich naheliegend später auch über die Altstadtgrenzen hinaus fort.

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