Ihre Schließung 2004 aus wirtschaftlichen und baulichen Gründen rief den „Förderverein Stadthalle Görlitz e. V.“ auf den Plan, der sich seitdem für das Jugendstilgebäudes einsetzt. Die bereits für 2012 geplante Sanierung scheiterte, doch der Förderverein gab nicht auf und schloss sich 2017 mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft, den Stadtwerken, privaten Förderern und der Stadt Görlitz zur „Stadthallenstiftung“ zusammen.
Erst ein Beschluss des Haushaltsausschuss des Bundestags im Jahr 2018, das Projekt mit 18 Millionen Euro zu fördern und die Zusage des Freistaates, die gleiche Summe beizusteuern, ermöglichten letztlich die Aufnahme der Arbeiten am Kulturdenkmal.
Inzwischen laufen die Bauarbeiten, im Oktober 2025 wurde der Grundstein für die Sanierung der Festhalle und die Errichtung eines funktionsergänzenden Anbaus gelegt. 5000 Pfeifen der im Original erhaltenen Sauerorgel wurden demontiert und eingelagert, Blasebälge, Leitungen und Spieltisch sicher eingehaust.
Nach der Sanierung wird die Stadthalle in Parkettebene mit dem neuen Anbau über eine Brücke verbunden sein. Dieser bietet einen zusätzlichen Haupteingang zum Großen Saal, Besuchergarderoben sowie zusätzliche Catering- und Personalräume und mit dem Neißesaal einen weiteren, kleinen Veranstaltungsraum.
Erdgeschoß und Unterdecken erhalten eine vorgehängte hinterlüftete Fassade aus Aluminium, deren Blickfang sicher die konkaven Kegelstümpfe in den Decken sein werden, die als Säulendurchführung dienen.
Rendering : ARGE 3W+L GmbH

