„Quadratestadt“ ist der Beiname von Mannheim, obwohl die geometrische Einteilung der Bebauung in 144 rechteckige, rhombische, trapezförmige und selbst dreieckige „Quadrate“, also Häuserblocks, nicht in jedem Fall der geometrischen Definition genügt. Die Hausnummern sind folgerichtig nicht entsprechend des Straßenverlaufs sondern um die vier Seiten des Blocks herum zu finden.
Daher auch die Aussage der Neubebauung in „Quadrat 5“; hier errichtet das Land Baden-Württemberg, vertreten durch die Städte Mannheim und Heidelberg den lange fälligen Neubau für die hiesige Universität.
Der bestehende und in den 60er Jahren errichtete Bau entsprach schon lange nicht mehr den Anforderungen, schon allein was Klimatisierung und Stromversorgung anbelangte – für einen Weiterbetrieb als Rechenzentrum nach modernen Anforderungen hatte er ausgedient.
Das neue Gebäude wird den heutigen Anforderungen in verschiedensten Maßstäben gerecht : Räume auf 3.100m² in unterschiedlichen Größen für die verschiedenen Nutzungsanforderungen der digitalen Arbeitswelt; die Untergeschosse wurden aus Recycling-Beton gefertigt, die drei Obergeschosse entstehen in modularer Holz-Hybrid-Bauweise, auf Dach und Fassade kommt Photovoltaik zum Einsatz. Die Abwärme des Rechenzentrums wird über eine Wärmepumpe wieder genutzt.
Auch außen um das Gebäude herum zeigt sich der moderne Anspruch : Fahrradstellplätze, barrierefreie Zugänge, biodiversitätsfördernde Grünflächen um das Gebäude herum und auf dem Dach.
Alles in allem wird mit der Errichtung des Gebäudes eine BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen)-Zertifizierung in Silber entsprechend des Erfüllungsgrades der Nachhaltigkeitskriterien angestrebt.
SCHRAG Fassaden fertigt, liefert und montiert hier die 800m² Solarfassade.
Rendering: Wulf Architekten GmbH

